Wie sieht die Schule der Zukunft aus – und welche Räume unterstützen Kinder bestmöglich beim Lernen? Diesen Fragen ist die Grundschule Buschhausen gemeinsam mit dem Kreis Osterholz-Scharmbeck in einem inspirierenden Workshop nachgegangen.
In kreativen und partizipativen Sessions haben Lehrkräfte, SchülerInnen und das Kollegium Ideen entwickelt, wie Lern- und Gemeinschaftsflächen flexibel gestaltet werden können, um kooperatives, kreatives und selbstorganisiertes Lernen zu fördern. Von Rückzugsbereichen über Kollaborationszonen bis hin zu informellen Begegnungsflächen: Jede Idee fließt in ein ganzheitliches pädagogisches Konzept ein, das die Kinder auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet.
Gemeinsam mit dem innovativen Möbelhersteller Eromesmarko wurde daraus ein flexibles Möblierungs- und Farbkonzept, das Pädagogik, Lernsettings und Raumgestaltung verbindet. So entsteht eine Schule, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Lebensraum und Lernort zugleich ist.
Der Workshop zeigt eindrucksvoll: Gute Pädagogik beginnt im Kopf – und findet ihre Entfaltung in den Räumen.
Räume, die Lernen gestalten – Schule neu denken
Die räumliche Gestaltung von Lernumgebungen hat einen entscheidenden Einfluss auf erfolgreiche Bildungsprozesse. Moderne Schulräume sind weit mehr als funktionale Orte – sie sind aktive Mitgestalter von Lernen. Als „dritter Pädagoge“ unterstützen sie nicht nur pädagogisches Handeln, sondern strukturieren und prägen es nachhaltig.
Ein klassischer, starr möblierter Klassenraum begünstigt vor allem frontale Unterrichtsformen. Flexible Raumkonzepte hingegen eröffnen neue Möglichkeiten: Sie fördern kooperatives Lernen, kreatives Arbeiten und selbstorganisierte Lernprozesse. Genau hier setzt eine zukunftsorientierte Schulentwicklung an.
Lernräume für das 21. Jahrhundert
Ein zeitgemäßes pädagogisches Konzept denkt Lernen aus der Perspektive der Aktivitäten:
- Wo wird konzentriert gearbeitet?
- Wo entstehen Austausch und Diskussion?
- Wo wird präsentiert, experimentiert oder reflektiert?
Die Antwort liegt in multifunktionalen Lernzonen, die unterschiedliche Bedürfnisse gezielt unterstützen:
- Fokuszonen für konzentriertes Arbeiten
- Kollaborationsbereiche für Teamarbeit
- Bewegungsflächen für aktives Lernen
- Rückzugsorte für individuelle Lernphasen
- Begegnungsflächen für informellen Austausch
Diese Struktur schafft Orientierung, ermöglicht individuelle Lernwege und unterstützt gezielt die Entwicklung zentraler Zukunftskompetenzen:
Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration (4K).
Schule als Lebensraum gestalten
Schule ist heute Lernort und Lebensraum zugleich. Gemeinschaftsflächen übernehmen dabei eine zentrale Rolle: Sie fördern soziale Interaktion, stärken Beziehungen und bieten Raum für Austausch und kulturelles Leben.
Eine durchdachte Raumgestaltung wird so zum integralen Bestandteil der pädagogischen Konzeption – und damit zum Schlüssel für nachhaltige Schulentwicklung.
Praxisbeispiel: Zukunft gestalten in Buschhausen
Der Kreis Osterholz-Scharmbeck und die Grundschule Buschhausen haben diesen Weg konsequent eingeschlagen. Gemeinsam wurde die Frage gestellt:
- Wie können wir das Lernen der Kinder optimal unterstützen?
- Wie lassen sich unterschiedliche Lernsettings effizient umsetzen?
- Welche Bedürfnisse haben unsere Schülerinnen und Schüler?
- Wie kann die Raumgestaltung das Churermodell unterstützen?
- Wie stärken wir Zusammenarbeit und Teamarbeit im Kollegium?
In partizipativen Workshops mit der gesamten Schulgemeinschaft entstand ein ganzheitliches pädagogisches Konzept, das gezielt auf die Anforderungen der Zukunft ausgerichtet ist.
Ganzheitliche Lösungen für moderne Schulen
In enger Zusammenarbeit mit Schule, Schulträger und dem innovativen Möbelhersteller Eromesmarko wurde bei unserem zweiten Workshop in Wijchen (NL) ein integriertes Gesamtkonzept entwickelt:
- Pädagogisches Konzept nach dem Churermodell
- Innovative Lern- und Arbeitsformen
- Flexible Möblierungssysteme
- Inspirierende Farb- und Raumkonzepte
Das Ergebnis: eine Schule, die Lernen neu denkt – flexibel, zukunftsorientiert und konsequent an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet.
Unser Anspruch
Gute Pädagogik braucht passende Räume – und gute Räume entstehen aus klaren pädagogischen Überzeugungen.
conceptk begleitet Schulen auf dem Weg zu innovativen Lernumgebungen, die Motivation fördern, Kompetenzen stärken und echte Zukunftschancen eröffnen.
Das sind die nächsten Workshops zur Schulentwicklung

Autor
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Alle Beiträge ansehenSusanne Lohstöter ist Lehrerin in Hamburg und bringt ihre Leidenschaft für Inklusion, Ganztagsbetreuung (GBS) und Sachunterricht täglich in die Arbeit mit Kindern ein. Als Sprachlernberaterin und Mitglied des Beratungsteams unterstützt sie die Sprachförderung an ihrer Schule und sorgt als GBS-Koordinatorin dafür, dass Vormittag und Nachmittag gut zusammenwachsen und die Zusammenarbeit reibungslos gelingt.
Mit der Forscherwerkstatt hat sie einen kreativen Raum geschaffen, in dem Schüler:innen selbstorganisiert und projektorientiert forschen und entdecken können. Sie leitet außerdem das Schulbauernhofprojekt der Hamburger Klimaschutzstiftung, bei dem Kinder die Natur hautnah erleben, und berät Schulen bei der „Akquise von Fördergeldern“, insbesondere im Bereich Umweltbildung und naturnahe Schulhofgestaltung.
Für conceptk ist Susanne Lohstöter als pädagogische Beraterin, zertifizierte Schulentwicklungsbegleiterin und Workshopleiterin tätig. In dieser Rolle unterstützt sie Schulen dabei, ihre Strukturen, Abläufe und pädagogischen Konzepte weiterzuentwickeln – immer mit Blick auf die Menschen, die täglich in diesen Strukturen lernen, arbeiten und wachsen.





