Das Churermodell – mehr als ein modernes Klassenzimmer

Das Churermodell ist weit mehr als ein Einrichtungskonzept. Es ist eine Haltung zum Lernen. – conceptk

In einer Welt, die sich rasant verändert, benötigen Kinder und Jugendliche andere Kompetenzen als noch vor wenigen Jahren. Neben fachlichem Wissen gewinnen Eigenverantwortung, Selbstständigkeit, Kreativität, kritisches Denken sowie Kommunikation und Kollaboration zunehmend an Bedeutung. Das Churermodell schafft dafür die passenden Rahmenbedingungen.

Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Elemente:

  • Zonierung des Klassenraums nach unterschiedlichen Tätigkeiten, 
  • kurze gemeinsame Inputphasen im Kreis
  • Lernen an differenzierten Lernaufgaben sowie 
  • die freie Wahl des Arbeitsplatzes


Ergänzt wird dieser Ansatz durch transparente Lernziele, regelmäßige Lernreflexion, die bewusste Förderung von Lernstrategien sowie eine wertschätzende Lernkultur, in der Vielfalt als Stärke verstanden wird. Lehrkräfte übernehmen dabei zunehmend die Rolle von Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern, die individuelle Lernprozesse unterstützen.

Pädagogik braucht passende Räume

Neue Lernformen benötigen neue Lernumgebungen. Das Churermodell zeigt eindrucksvoll, wie Raum pädagogisches Handeln unterstützen kann. Statt ausschließlich in Klassenräumen zu denken, werden Lernorte nach Tätigkeiten gestaltet:

  • Wo wird konzentriert gearbeitet? 
  • Wo findet Austausch und Zusammenarbeit statt? 
  • Welche Bereiche eignen sich für Rückzug oder Präsentationen? 
  • Wie können Flure und Differenzierungsflächen als Lernorte genutzt werden? 
  • Wo sind Materialien schnell erreichbar? 


Es entstehen flexibel nutzbare Lernumgebungen, die Orientierung geben und gleichzeitig unterschiedliche Lernbedürfnisse berücksichtigen.

Bildung braucht passende Räume – Churermodell; Einrichtung Klassenzimmer nach dem Churermodell

Bestand intelligent weiterentwickeln

Nicht jede Schule benötigt einen Neubau, um moderne Lernformen umzusetzen. Häufig lassen sich bereits durch eine veränderte Raumnutzung, gezielte Umzüge, die Aktivierung vorhandener Flächen, Sichtbeziehungen oder kleinere bauliche Maßnahmen große Verbesserungen erzielen.

Genau hier setzt conceptk an.

Gemeinsam mit der Schulfamilie analysieren wir die pädagogischen Ziele und entwickeln daraus individuelle Raum-, Farb- und Ausstattungskonzepte. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern entstehen flexible Lernumgebungen, die das pädagogische Konzept optimal unterstützen und gleichzeitig eine ruhige, lernförderliche Atmosphäre schaffen.

Lernräume für den ganzen Tag

Die Prinzipien des Churermodells eignen sich nicht nur für den Unterricht, sondern auch für den Ganztag. Flexible Möblierung und klar zonierte Räume ermöglichen eine gemeinsame Nutzung am Vor- und Nachmittag. So entstehen Lern- und Lebensräume, die Konzentration, Zusammenarbeit, Bewegung und Rückzug gleichermaßen ermöglichen – und Kinder durch den gesamten Schultag begleiten.

Unser Fazit

Das Churermodell beginnt nicht mit Möbeln – sondern mit der Frage, wie Lernen künftig gelingen soll.

Erst wenn pädagogische Ziele klar definiert sind, können Räume entstehen, die diese wirksam unterstützen. Genau darin sehen wir unsere Aufgabe: Pädagogik und Architektur zusammenzudenken und Schulen dabei zu begleiten, zukunftsfähige Lernumgebungen zu entwickeln – individuell, nachhaltig und passgenau.

Lernräume für den ganzen Tag; Lernbereiche nach dem Churermodell